Klopfer des Monats

Richtige Zahlen zum Schweinswalbestand in der mittleren Ostsee durch des ZDF am 1.8. 2021 in der Sendung „Plan B“ verallgemeinert wiedergegeben, suggerieren Handlungsbedarf in allen Gebieten, der so nicht vorhanden ist.

Wir fordern eine fachlich und sachlich korrekte Berichterstattung, die dem Bürger die Verhältnisse so unterschiedlich darstellt, wie sie sind.

Der unbestritten schwache Bestand von Schweinswalen in der mittleren Ostsee hat nichts mit dem wesentlich stärkeren Bestand in der westlichen Ostsee gemein.


Die Forderung nach Schutzmaßnahmen hat sich in ihrer Driglichkeit an diesen Unterschieden auszurichten. Dabei sollten die freiwilligen Schutzmaßnahmen der Fischerei in den Schleswig-Holsteinischen Küstengewässern im Rahmen der freiwilligen Vereinbarung zum Schutz von Schweinswalen und tauchenden Meeresenten wie Verringerung des Fangaufwandes (Verkürzung der Netzlängen um 50%) vom 1.7. - 31.8. sowie der Einsatz von elektronischen Warneinrichtungen PAL an den Netzen nicht unerwähnt bleiben.


Diese Art der Berichterstattung mag zwar Einschaltquoten generieren, kann aber dem Schutzanliegen nicht förderlich sein, wenn freiwillige Vereinbarungen verschwiegen, nicht gewürdigt und damit konterkariert werden.


So gewinnt man keine Fischer in weiteren Anrainer Staaten der Ostsee für die Übernahme der hier seit 2015 erprobten und erfolgreichen Maßnahmen für den Naturschutz, durch freiwilligen Verzicht auf Fangaufwand und den Einsatz von elektronischen Warngeräten zur Verringerung der Beifänge von Schweinswalen in der Stellnetzfischerei.


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