Klopfer Mai 2019

Falsche EU Fischereipolitik wirkt sich aus!

Internationaler Rat für Meeresforschung empfiehlt die Schließung der Dorschfischerei in den Gebieten 24-32 und der Heringsfischerei in den Gebieten 22-24 der Ostsee für das Jahr 2020.

Östlicher Dorschbestand in höchster Gefahr, und die nächste Krise des westlichen Bestandes folgt mit geringem Abstand.

Man konnte es kommen sehen, aber man hat die Augen verschlossen und jetzt ist guter Rat teuer.

Die Wissenschaftler konstatieren: „ Eine seit den 80er Jahren eine abnehmende Laicherbiomasse“. Diese Abnahme ist unstrittig.

Aber wo liegen die Gründe?

Mindestens zum größten Teil an der intensiven Befischung der Laicherkonzentrationen des Dorsches im Borholm Becken durch die Schleppnetzfischerei.

Der Rest ist einem Nahrungsmangel durch die Industriefischerei auf Spotte und Sandaal sowie einer Belastung durch die vom Seehund verbreiteten Parasiten, die zu einem Befall von Leberwürmern beim Dorsch und damit verbundenen Wachstumsstörungen zurückzuführen.

Was wir brauchen ist eine Paketlösung bestehend aus:

  • Laichschonzeiten für den Dorsch
  • Reduzierung der Industriefischerei in der Ostsee
  • Berücksichtigung des Verursacherprinzips bei Restriktionen

und die Einbeziehung aller anderen Prädatoren in die Managementmaßnahmen.

An den Umweltbedingungen können wir kurzfristig nichts ändern! Also fangen wir da an, wo uns Möglichkeiten offen stehen, damit die Fischerei noch eine berechenbare Zukunft hat.


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